BUNDESLIGA-REFEREE MICHAEL WEINER ZU GAST IM EMSLAND - SCHIEDSRICHTER BEGEISTERT JUNGE LEUTE BEIM SV EICHE WEHM

 

Von links: Friedhelm Suhl (stellv. Vorsitzender SV Eiche Wehm), Stefan Thomes (Vorstand SV Eiche Wehm), Hermann Wilkens (NFV-Ehrenamtsbeauftragter), Alexander Suhl (Vorsitzender SV Eiche Wehm), Michael Hüsing (Vorsitzender Schiedsrichterausschuss Kreisfußballverband Emsland), Frank Lüken (Vorstand SV Eiche Wehm), Michael Weiner (DFB-Schiedsrichter), Jan Plaggenborg (Vorstand SV Eiche Wehm), Hubert Böger (Vorsitzender Kreisfußballverband Emsland)


Im September wurde dem Sportverein Eiche Wehm eine große Ehre zuteil, denn der renommierte Bundesliga-Schiedsrichter Michael Weiner war zu Gast und warb vor ca. 25 interessierten Zuhörern für das Amt des Schiedsrichters auf einer Informationsveranstaltung im Vereinslokal Gaststätte Benten, Wehm.
Dieser Abend besonders war für diejenigen gedacht, die sich mit der Ausbildung zum Schiedsrichter beschäftigen oder Interesse daran zeigen. Schiedsrichter kann es nie genug geben und um weiterhin zu gewährleisten, dass jedes Spiel von einem Unparteiischen geleitet wird, sind solche Veranstaltungen besonders wertvoll. Daher hatte der SV Eiche Wehm sämtliche Vereine des Emslandes und die umliegenden Vereine aus dem Raum Cloppenburg sowie jeden Interessierten herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen.
Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Alexander Suhl eröffnete ein gut gelaunter Michael Weiner den Abend damit, zu erklären, wie er selbst denn zur Schiedsrichterei gekommen sei. Auch er stamme aus einem kleinen Ort (Ottenstein im Landkreis Holzminden) und war früher selbst aktiver Fußballer. Doch schon früh packte ihn die Begeisterung, sich auch als Schiedsrichter zu betätigen und so begann er bereits in jungen Jahren den Dienst an der Pfeife. Außerdem sei das Amt des Schiedsrichter sehr lukrativ für vielleicht nicht so begabte Fußballer, trotzdem in höheren Ligen aktiv zu sein und dann eventuell die Chance auf das Profigeschäft zu bekommen.

Wenn es um das Tagesgeschäft im Profibereich geht, erläuterte Weiner, sei es sehr wichtig, sich immer fortzubilden und mit den Entwicklungen des Fußballs Schritt zu halten. Das betreffe sowohl die Entwicklung der Schnelligkeit und Athletik des Spiels als auch die technischen Neuerungen, denen Weiner überdies sehr positiv gegenüber stehe. Technische Hilfsmittel seien eine enorme Hilfe des Schiedsrichtergespanns und würden den Weg zur richtigen Entscheidung erleichtern. Vor allem die Kommunikation mit den Assistenten via Headset sei ein enormer Fortschritt. Doch auch Regeländerungen seien immer präsent und müssten immer wieder neu in Schulungen erlernt werden. Aber auch längst nicht jede Regeländerung finde Anklang in den Schiedsrichter-Kreisen.
Doch was im Profibereich gelte, das gelte natürlich auch für die Arbeit an der Basis. Jeder Schiedsrichter muss immer „up to date“ sein und mit der Schnelllebigkeit des Fußballs schritthalten. Weiner betonte auch die enorme Wichtigkeit der ehrenamtlich tätigen Menschen, nicht nur der Schiedsrichter, sondern auch aller, egal ob aktiver Sportler, Vereinsvertreter oder Funktionär. Die geleistete Arbeit an der Basis sei immer der Grundstein und unabdingbar für alles, was darüber hinaus gehe.

Die Veranstaltung wurde dann von einigen Anekdoten aus Weiners Erlebnissen im Profibereich und einer launigen Podiumsdiskussion abgerundet.
Sehr erfreulich und stellvertretend für den Erfolg der Veranstaltung meldeten sich nach den Schluss- und Dankesworten vom Vorsitzenden Suhl einige der jungen Zuhörer für die kommenden Lehrgänge der Schiedsrichtervereinigung Emsland an, dessen Vertreter ebenfalls der Einladung des Vereins gefolgt waren. Auch der gastgebende SV Eiche Wehm zeigt sich erfreut, dass Jungs aus dem eigenen Nachwuchs an den Schulungen teilnehmen werden und hofft nun, in den kommenden Jahren auch dazu beitragen zu können, dass das Amt des Schiedsrichters im Emsland weiter mit Leben gefüllt wird.

Schiedsrichter Weiner stand nach dem offiziellen Ende der gut zweistündigen Veranstaltung noch für Gespräche und Fotos zur Verfügung und bedankte sich herzlich bei Verein und Gastwirtin Christiane Benten-Luker für die Verpflegung und den freundlichen Empfang. Auch der SVE zeigte sich sehr erfreut vom lockeren Auftreten des Bundesliga-Schiedsrichters und bedankte sich für das Wahrnehmen der Veranstaltung und die dafür in Kauf genommene weite Anreise (über drei Stunden Fahrt von Holzminden nach Wehm).
Im Zuge des Dialogs zwischen dem NFV-Präsidium und des SV Eiche Wehm im Mai wurde dem Verein diese Veranstaltung in Aussicht gestellt, da auch der SV Eiche zu den Vereinen gehören, die momentan keinen Schiedsrichter stellen können. An dieser Stelle möchte der Verein dem niedersächsischen Fußballverband und insbesondere Präsident Karl Rothmund sowie allen Beteiligten nochmal einen herzlichen Dank aussprechen.